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HISTORIK

Die „
Carrières Berthe“ wurden 1963 von Marcel Berthe gegründet. Der damalige Landwirt stellte fest, dass er beim Bearbeiten seiner Felder in Herbeton oft Geräteschäden erlitt. Er ließ Proben der zutage tretenden Felsen analysieren und stellte fest, dass die Gesteinsart, die sich unter seinen Feldern befand, in verschiedenen Industriezweigen viel benutzt wurde.

Dieses Gestein mit einem Kalziumkarbonatgehalt (Kalkgestein) über 98% ist in der Tat ein bekanntes Material. Aber nur wenige kennen seine Bedeutung in zahlreichen Aspekten des täglichen Lebens und seine wirtschaftliche Schlüsselrolle.

Kalziumkarbonat hat zahlreiche Verwendungszwecke: als Schmelzmittel bei der Herstellung von Stahl und in der Behandlung von Nichteisenmetallen; in Ziegelsteinen, Mörtel und Beton im Bauwesen; als Rohstoff bei der Glasherstellung; im Straßen- und Staudammbau; bei der Herstellung von Papier, Farben und Pigmenten, Teppichböden und anderen Bodenbelägen; bei der Boden-, Wasser-, Rauch-, Industrieabfall- und Hausabfallaufbereitung.

Es wird auch in der Landwirtschaft zur Senkung des Säuregehalts des Bodens, zur Absorption von Wasser, bei der Extraktion von Zucker sowie zur Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Kalzium benutzt.

Diese Feststellung bewegte
Marcel Berthe zum Abbau des Gesteins und zur Installation von Bearbeitungsanlagen (Zerkleinerung). Die Produkte waren in erster Linie für öffentliche Arbeiten und für Unternehmer bestimmt.

Nachdem Marcel Berthe den Produktionsprozess im Laufe der Jahre optimiert hatte, wandte er sich an die Zuckerfabriken und die Eisen- und Stahlindustrie, die noch stets die Hauptabnehmer der in Florennes erzeugten Steine sind.

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Aktiengesellschaft „Carrières Berthe“, die noch immer von den Nachkommen des Gründers geleitet wird, die Produktion zu diversifizieren. Dazu bietet sie erstklassige Erzeugnisse an und stellt insbesondere Feinprodukte mit unterschiedlichsten Anwendungsbereichen wie zum Beispiel Umwelt, Landwirtschaft, Pharmaindustrie, Papierherstellung usw. her.

Der Landwirt Marcel Berthe bearbeitete seine Felder an einem Ort, der den Namen „Campagne de l’Herbeton“ trug. Oft blockierte er die Pflugschar mit Steinen, die auf seinem Feld reichlich vorhanden werden.

Eines Tages kam ihm die Idee, einen dieser Steine untersuchen zu lassen. Die Analyse ergab, dass der landwirtschaftliche Betrieb genau über einem Marmorvorkommen lag.

Da beschloss Marcel Berthe, dieses Marmorvorkommen auszubeuten, und am 22. März 1962 erhielt er die Erschließungsgenehmigung für einen Marmorsteinbruch.

Zusammen mit seiner Ehefrau und einigen Arbeitern begann er, Marmor abzubauen und Zerkleinerungsanlagen zu suchen, um die Sägeabfälle zu verarbeiten.

1964 nahm die Tätigkeit stark zu, und der Privatbetrieb Marcel Berthe entwickelte sich zur „Carrière de l’Herbeton“.

Von jener Zeit gibt es noch einige Zeugen, wie der Fliesenboden im Versammlungsraum, in den Gebäuden des Steinbruchs oder noch der Altar der Stiftskirche Sankt Gangolf in Florennes. Mit der Ankunft italienischen Marmors auf dem Markt und den zahlreichen mit diesem Unternehmenstyp verbundenen Risiken schaute Marcel Berthe sich schon bald nach anderen Absatzmärkten um.

Den Eisenhüttenunternehmern zufolge war der Stein von hervorragender Qualität, aber die Kapazität der derzeitigen Produktionsanlagen war sehr beschränkt.

Da begann Marcel Berthe mit dem Bau einer neuen Zerkleinerungskette, die 1971 in Betrieb genommen wurde und noch heute läuft. Sie kann besichtigt werden und befindet sich längs der Straße von Corenne, um den Standort unseres Unternehmens zu situieren.

In den 70er Jahren haben die Zuckerfabriken mit uns Kontakt aufgenommen, da unser Vorkommen einen hohen Anteil Kalziumkarbonat enthält, das bei der Herstellung von Kalkmilch zur Reinigung von Zuckerrübenschnitzel unerlässlich ist.

Ein neuer Markt war gefunden. Zur Zeit beliefern wir alle belgischen, niederländischen und nordfranzösischen Zuckerfabriken.

Kurz danach entdeckten wir einen neuen Absatzmarkt: die Stahl- und Glasindustrie. Zur Zeit beläuft sich unsere Jahresproduktion auf circa 500.000 Tonnen.
Vom Felsen zu Steinen jeden Kalibers...

Nach den Sprengarbeiten werden die circa ein Kubikmeter großen Felsbrocken mit Dumpern zum Trichter des Zerkleinerers gefahren.

Dort werden die Steine zerkleinert, bis man ein Kaliber von 0/300 erhält, das das Vorratslager, auch „stock-pile“ genannt, bildet.

Diese Steine werden vor Ort unter dem „stock-pile“ durch einen Tunnel transportiert und durch verschiedene Siebe gerüttelt. So erhält man die drei Kaliber, die in den Zuckerfabriken verwendet werden: 90/150, 90/130 und 60/90.

Steine von einem kleineren Kaliber werden weiter zerkleinert, bis man „Castine“ erhält, das heißt als Schmelzmittel dienende Kalksteine mit einem Kaliber von 0 bis 3 mm, die in erster Linie in Stahlwerken zum Einsatz kommen.

Im Hinblick auf den Umweltschutz und auf ein gutes Verhältnis mit den Anwohnern wurden die für die Expansion des Unternehmens erforderlichen Anlagen im hinteren Teil des Steinbruchs installiert, um den Lärm der Zerkleinerungsmaschinen und den Staubflug auf ein Minimum zu beschränken.